August 2012

Sonntags werkle ich eigentlich nicht in der Werkstatt. Aber man kann sich ja Gedanken machen…

Heute befasste ich mich mnit dem Thema „Oberfräse”. Ich schaute die DVD zum Buch an, surfte im Netz zum Thema und las ein paar weitere Kapitel.

Dann machte ich mir einige Gedanken zum Bau des Zyklonsaugers. Ein paar offene Fragen stellte ich in einem entsprechenden Forum. Es wird noch ein paar Tage daueren ehe ich am Zyklon weiterbauen kann. Ab morgen helfe ich Walter. Da gibt es vuel zu tun. Und ich vermute mal, dass ich abends dann keine Lust mehr verspüren werde irgendwas zu basteln – auch dürfgte mir die Kraft dazu dann fehlen. Aber schaun mer mal.

Durch den Paketpostler vorzeitig geweckt nützte ich die so gewonnene Zeit um in der Werkstatt zu werken. Zuvor war ich noch mit dem Rad unterwegs und besorgte zwei Ordnerboxen samt Mappen. Dazu später mehr.

Als erste sägte ich ein Türschild. Eine Auftragsarbeit, nachdem die Auftraggeberin meine diesbezügliche Arbeit bewundert hatte. Diesmal allerdings ohne Text:

Türschild

Nachdem ich das Türschild bemalt hatte malte ich gleich die Handy-Ladestation auch an. Diese Arbeit ist also auch beendet:

Ladestation

Beide Teile wurden zum Abschluss noch mit einer Schicht Klarlack besprüht.

Am Abend versuchte ich mich an einem 3-D-Projekt. Eine Dame für ein Schachspiel. Obwohl ich kein ganz winkliges Stück Holz, noch dazu ungehobelt, verwendete, ist das Teil so halbwegs gelungen:

3-D Schachfigur

Ich werde mir bei Gelegenheit passende Leisten besorgen und es dann nochmals versuchen. Wer weiß, vielleicht säge ich dann gleich ein komplettes Set an Schachfiguren. Wie man das dazugehörige Spielbrett einfach baut habe ich hier entdeckt:

Du siehst, die „Arbeit” geht mir so schnell nicht aus.

Heute baute ich mir eine kleine Hilfe zum Sägen von Kreisen mit der Bandsäge. Vorher hatte ich viel im Netz gestöbert und auch einige tolle Anleitungen gefunden. Allerdings ohne zugehöriger Bauanleitung, so dass der Nachbau für mich eher schwierig war. In einem Forum wurde mir eine Idee für eine einfache Lösung genannt – danke Paul. Diese habe ich etwas verfeinert und mich frisch ans Werk gemacht.

Hier die nötigen Arbeitsschritte:

  1. Erst sägte ich eine Platte (= Grundplatte) zu. Diese ist in der Tiefe und Breite mindestens 10 cm länger als der Tisch der Bandsäge und schafft so eine größere Auflagefläche.
  2. An passender Stelle kam ein Einschnitt, der ein paar Millimeter tiefer geht als der Abstand von der hinteren Kante des Tisches bis zur Vorderkante der Zähne. Die Platte wird an der hinteren Kante ausgerichtet und mittels Klemmen fixiert.
  3. Mit einem großen Winkel zeichne ich eine Linie, die im 90° Winkel vom rechten Rand zur Vorderkante des Blattes führt (Bild 1).
  4. Die Grundplatte wird abgenommen. Auf der gezeichneten Linie werden die gewünschten Radien markiert und beschriftet (Bild 2).
  5. Mit einem spitzen Körner (Anreißnadel, Nagel…) werden die Bohrlöcher angestanzt (Bild 3).
  6. Ein Abfallholz unterlegen und die Löcher mit einem feinen Bohrer (1 mm) setzen (Bild 4).
  7. So sieht die vorbereitete Platte aus (Bild 5).
  8. Das zu sägende Brett ist etwas größer als der Kreis. Am linken Rand wird ein gerader Scnitt mindestens bis zur Mitte gemacht.
  9. An der gewünschten Radiusmarkierung wird von hinten ein Nagel eingeschlagen und die Platte auf dem Tisch ausgerichtet und fixiert. Die Linie mit den Markierungen geht genau im rechten Winkel von der Spitze der Sägezähne ab (Bild 6).
  10. Das vorbereitete Brett wird bis zur Mitte eingeschoben, ausgerichtet und auf den Nagel abgesenkt. Ein paar leichte Schläge auf die Mitte bis es plan auf der Grundplatte liegt (Bild 7).
  11. Jetzt kann losgesägt werden (Bild 8). Dabei nicht auf die nötige Schutzausrüstung (bei mir mindestens Staubschutzmaske und Gehörschutz, Brille trage ich beim Arbeiten eh eine) vergessen.
  12. Langsam wird das Werkstück im Kreis geführt bis der Ausschnitt beendet ist (Bild 9).

Beachte:

  1. Je kleiner der gesägte Radius werden soll, desto dünner muss das aufgezogene Sägeblatt sein. Der hier gezeigte Radius betrug 115 mm. Damit war das Limit für das 15 mm Originalblatt so ziemlich erreicht.
  2. Am Ende des Kreises noch ein kleines Stück weitersägen damit der Ansatz auch schön gerundet wird.
  3. Der maximale Kreisdurchmesser wird vom Durchgang der verwendeten Säge bestimmt. Bei größeren Ausschnitten muss man sich eventuell eine andere Art zur Befestigung des Grundbrettes überlegen.

Zum Vergrößern anklicken:
Grundlinie zeichnen gewünschte Radien markieren Bohransatz setzen
Löcher für Stifte bohren für diverse Radien gerüstet Platte ausrichten und fixieren
Brett ansetzen und einklopfen der Kreisschnitt beginnt der Kreisschnitt ist beendet

Alles in allem ist das eine schnellend günstige Lösung um auf der Bandsäge Kreise zu schneiden. Vom Sägen der Grundplatte bios zum ersten fertigen Kreisschnitt dauerte es nur etwas mehr als 20 Minuten! Die Grundplatte wird verstaut und kann beliebig wiederverwendet werden.
Und weil’s so gut funktioniert hat gleich noch einmal:

meine ersten Kreisschnitte mit der Bandsäge

Tagsüber sturmfrei – meine Frau muss Geld verdienen – hatte ich wieder Zeit etwas zu werkeln.

Als erstes beendete ich den Gürtelhalter. Dazu mussten nur noch die letzten Klettbänder angetackert werden und dann war es geschafft:

der fertige Gürtelhalter

Von dem Erfolgserlebnis beflügelt machte ich mich an die nächste Arbeit. Geplant und gezeichnet hatte ich diverse Schubhilfen schon länger. Heute wurde gesägt, geschliffen und lackiert. Ich machte die Teile knallrot – damit ich sie in meinem Tohuwabohu leichter finde (und nicht irrtümlich als Restholz entsorge).

Zum Vergrößern anklicken:
Vorlage zeichnen fertige Schubhilfen

Zum Drüberstreuen noch eine kleine Bastelei: eine Ladestation fürs Handy. Als ich diese Grundieren wollte (mit der selben Sprühfarbe wie die Schiebehilfen) ging mir die Farbe aus. Also muss die Fertigstellung auf morgen verschoben werden. Jetzt hatte ich für den Moment nichts mehr zu basteln und setzte mich an den Computer. Diverse Foren durchsehen und weiter auf der Suche nach einer Werkbank.

Statt einer Werkbank entdeckte ich eine Drechselmaschine. Es juckt – auch wenn eigentlich der Platz fehlt. Mal sehen, wennnicht, dann ist auch egal.

Eigentlich hätte ich schon wieder Lust etwas zu „basteln”. Aber immer wenn ich etwas arbeiten wollte kam was anderes dazwischen. So auch heute.

Erst einmal bekam ich meinen klappbaren Arbeitstisch und kaum eine halbe Stunde danach zwei Plastikfässer geliefert. Fast eine Stunde lang war ich damit beschäftigt den Tisch aufzubauen. So sah es im Karton aus:

Werktisch 1

Der fertige Tisch (war echt nicht einfach diesen alleine aufzubauen):

Werktisch 2

Ein erster Test zeigte die Tauglichkeit des Tisches. Ich fräste vier Aussparungen in meinen Gürtelhalter und befestigte die Aufhängungen. Dann wechselte ich zur Deku. Für den Kopfteil sägte ich zwei Taekwondo-Figuren in ein Brett:

Kopfbrett

Dieses wird später angedübelt. Apropos Kopfteil. Diesen habe ich heute geschliffen. Dazu kam erstmals mein Schleifgerät auf der Terrasse zum Einsatz. Hat super funktioniert. Langsam wird der Ständer doch fertig.