Gürtelhalter

Eigentlich hätte ich schon wieder Lust etwas zu „basteln”. Aber immer wenn ich etwas arbeiten wollte kam was anderes dazwischen. So auch heute.

Erst einmal bekam ich meinen klappbaren Arbeitstisch und kaum eine halbe Stunde danach zwei Plastikfässer geliefert. Fast eine Stunde lang war ich damit beschäftigt den Tisch aufzubauen. So sah es im Karton aus:

Werktisch 1

Der fertige Tisch (war echt nicht einfach diesen alleine aufzubauen):

Werktisch 2

Ein erster Test zeigte die Tauglichkeit des Tisches. Ich fräste vier Aussparungen in meinen Gürtelhalter und befestigte die Aufhängungen. Dann wechselte ich zur Deku. Für den Kopfteil sägte ich zwei Taekwondo-Figuren in ein Brett:

Kopfbrett

Dieses wird später angedübelt. Apropos Kopfteil. Diesen habe ich heute geschliffen. Dazu kam erstmals mein Schleifgerät auf der Terrasse zum Einsatz. Hat super funktioniert. Langsam wird der Ständer doch fertig.

So schön hatte ich die Gürtelleisten angeleimt. Leider umsonst, denn der Leim hat nicht wirklich gehalten. Das Holz scheint geölt zu sein :-(

Kleine Planänderung. Die Querleisten wo die Gürtel befestigt werden sollen werden nicht mit etwas Abstand nach hinten angebracht sondern plan. Anders ist das alleine nicht zu machen. Ich habe die Listen mit jeweils zwei Nägeln re und li fixiert. Zusätzlich ein paar Tropfen Leim. Der Innenteil war dann fertig, war eine ziemliche Fummelei geworden. Überhaupt, wenn man keinen wirklichen Arbeitsplatz hat.
Ich muss unbedingt meine Werkstatt umorganisieren. Ein Regal muss raus und stattdessen eine Arbeitsfläche rein. Erst recht, wo ich am Abend meine Schleifmaschine bekommen habe (dazu an anderer Stelle mehr).

Jedenfalls leimte ich den Innenteil in den Außenrahmen. Dieser wurde auch geleimt. Zum Schluss setzte ich den Kopfteil auf:

bis auf ein paar Feinheiten ist es geschafft

Der Kopfteil ist auf dem Bild nur aufgesteckt. Er kann noch nicht fixiert werden, da ich vorher noch ein paar Kleinigkeiten machen muss. Zum einen eine Möglichkeit um das Teil aufzuhängen (eine diesbezügliche Lösung schwebt mir schon vor), zum anderen noch eine kleine Verzierung (auch hier habe ich schpon eine Idee). Mal sehen ob sich die auch verwirklichen lassen.

Heute machte ich mit dem Beltrack weiter.
Erst einmal den zusammengeleimten Kopf etwas in Form sägen. Dazu spannte ich ein dickeres Blatt in die Bandsäge. Beim Blattwechsel bemerkte ich eine defekte Stelle an der Gummierung des oberen Laufrades. Wie ist das denn passiert? Foto gemacht und an Metabo gemailt.

Das Sägen funktionierte trotzdem problemlos. Nach der groben Form, Rest mache ich mit dem Schleifer (wenn ich ihn endlich habe), musste ich zwei Ausklinkungen machen. Dazu nahm ich erst die Stichsäge, dann den Stechbeitel. Ist aber nicht schlecht geworden, wie Bild 1 zeigt.

Als nächste machte ich mich ans Verbinden des Innenrahmens. Dazu musste ich insgesamt 16 Dübellöcher bohren (Bild 2). Das Zusammenstecken klappte super und alles sitzt wie es sich gehört. In den Innenrahmen kommen die eigentlichen Gurthalter. Zehn Leisten, auf welche die Gürtel befestigt werden (wie, überlege ich mir noch). Da ich alleine werkle ist der Zusammenbau dieser Teile eine echte Sysyphusarbeit und fast nicht zu bewerkstelligen.

Mit einigen Unterbrechungen schaffte ich es im Laufe des Nachmittages bis in den Abend hinein, peu à peu, die ersten Teile zusamnmenzubauen (Bild 3).
Nach dem Gefummel ist eine Pause angesagt.

Zum Vergrößern anklicken:
Ausklinkung stemmen Dübellöcher für den Innenrahmen bohren die Gurthalter

Zwar hat Desi sich so einen Ständer schon gekauft, aber ich hatte auch schon einige Zeit in die Planung und das Zeichnen gesteckt, so dass ich mir dieses Projekt jedenfalls vornehmen wollte. Heute musste ich in den Baumarkt um einen Hammer (hab da einen „verloren”) und einen kleinen Schlosserwinkel (zum besseren Einrichten des Sägeblattes) zu holen. Da fand ich in einer Restekiste zwei Teile einer Akazien-Leimholzplatte. Ein Wink des Schicksals.

Nicht ganz einfach das Holz mit dem Fahrrad nach Hause zu transportieren, aber ich schaffte es unfallrei. Den Großteil des Nachmittags verbrachte ich mit Sägen. Erst aber die Bandsäge kalibrieren (Bild 1). Dann frisch ans Werk. Beim nächsten Mal vielleicht mit Maske ;-) (Bild 2). Die meisten Verbindungen werden geleimt und gedübelt. Zwei Verbindungen mache ich allerdings mit einer Steckverbindung für welche ich Ausschnitte sägen musste. Die Einschnitte machte ich mit der Band-, die Querschnitte mit der Dekupiersäge (Bild 3). Die Ausschnitte wurden geglättet (Bild 4) und dann probehalber zusammengesteckt. Ich weiß nicht wie diese Art der Verbindung heißt: es wird aus beiden Teilen ein Ausschnitt bis zur Hälfte gemacht dann werden die Bretter bündig zusammengesteckt. Jedenfalls habe ich sehr genau gesägt denn die Teile halten auch ohne Leim schon bombenfest (Bild 5).

Der „Kopf” soll etwas dicker ausfallen. Daher habe ich vier Bretter zu einem Stück verleimt (Bild 6).

Zum Vergrößern anklicken:
Säge kalibrieren Zuschnitte Ausschnitte sägen
Aussparungen glätten passt genau zusammen jetzt wird geleimt

Diese lasse ich über Nacht unter Druck trocknen:

So, das muss erst mal trocknen

Morgen mache ich weiter, für heute reicht es.