Juli 2013

Heute setzte ich meine gestrige „Akkordarbeit” fort. Es wurde geschliffen, geleimt und geölt. Am Ende des Tages hatte ich so 16 Stück Untersetzer fertig. Das sollte für heute reichen.

Ich radelte noch zum Baumax um Holzöl und schnell abbindenen Leim zu holen. Nicht dass ich plötzlich ohne dastehe.

Mittlerweile habe ich mein gesponsertes Sägeblatt von Bosch bekommen und eingebaut. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es bei den Kieferbrettern nicht optimal sägt. Ist wohl eher für Multiplexplatten geeignet. Überhaupt ging das Sägen der feinen Leisten mit der TKS nicht so optimal. Daher räumte ich diese weg und die Bandsäge her.

Damit ging das Sägen deutlich schneller und vor allem sicherer! Ich trennte die Bretter in 2 und 8 mm dünne Leisten auf…

Bretter auftrennen

… welche dann auf das richtige Maß abgelängt wurden:
Leisten ablängen

In kurzer Zeit hatte ich so eine ganze Menge an kleinen Teilen beisammen. Einige davon wurden noch heute zu fertigen Minipaletten verarbeitet. Morgen geht es weiter. Obwohl, ich glaube, dass die heute gesägten Teile nicht ganz reichen werden. Da muss ich dann nächste Woche weitermachen, denn ab morgen habe ich drei Drehtage nacheinander.

Die gestern vorbereiteten Bretter konnten heute durch die Hobelmaschine. In mehreren Durchgängen wurden sie auf die benötigte Dicke von 12 mm gehobelt. Dabei fiel eine beachtliche Menge an Hobelspänen an:

Hobelspäne

Schade, dass ich keine Verwendung dafür habe.

Mit der TKS sägte ich dann drei Tisch- und sechs Bankflächen. Alle bekamen die nötigen Falzschnitte und die Tischflächen je vier Bohrungen. Danach schleifen, zusammenleimen und später mit einem flüssigen Holzschutz für außen behandeln. Fertig!

Passende Getränkeuntersetzer dazu – die brauche ich in größeren Mengen – folgen in den nächsten Tagen.

Schon wieder brauchte ich ein paar Grillgewürzhalter. Ich hatte nur noch ein Stück und schon zwei weitere verplant. Drei Untergestelle dazu habe ich schon gestern gesägt, für die Tischflächen fehlt mir aber ausreichend breites Holz. Mir stand also eiune Schnorrertour ins Haus.

Ich packte den letzten Gewürzhalter samt sechs Palettenuntersetzern ein und ging zu meinem Holzdealer ums Eck. Da überbrachte ich die Geschenke als Dank für bisherige Holzspenden und um gut Wind für weitere zu machen. Das hat sehr gut funktiniert, denn ich durfte mir gleich ein paar passend breite Bretter mitnehmen.

Diese sind nicht nur sägerauh sondern auch mit Klammern und/oder Nägeln gespickt. Ehe ich damit werkeln konnte gab es einige Vorarbeiten zu erledigen:
Erst einmal alle Nägel und Klammern entfernen. Hinterher mit einem kleinen Magneten drüberfahren um zu sehen ob wirklich alles gefunden wurde. Abschließend eine Scihtkontrolle auf Steinchen oder sonstiges Fremdmaterial. Als das OK war zerteilte ich die BRetter mit der Handsäge in handlichere Stück (ich hab‘ in meiner Bastelstube ja nicht so viel Platz).

Für heute war es dann genug, denn ich musste mich ums Familienessen kümmern.

Aus Sperrholzresten sägte ich zwischendurch schnell die Teile für drei weitere Untergestelle für Grillgewürzhalter. Mehr war heute nicht zu machen, denn ich habe kein ausreichend breites Holz für die Tischflächen mehr.

Ich glaube, ich muss wohl bald zum Schnorren los.

Bei 1-2-do hatte ich schon kurz darüber geschrieben, heute machte ich mich an die Realisierung des Projektes.

Als Ausgangsmaterial diente ein Reststück von Walters Terrasse. Darauf kam meine Vorlage. Diese hatte ich am Computer gezeichnet und zweimal ausgedruckt. Deshalb doppelt, damit ich sie so zusammenkleben konnte dass sich ein etwa 30 cm großer Ring ergab.

Den Tisch der Bandsäge neigte ich um etwa 11°. In drei Schnitten war die Box gesägt:

  1. Zuerst die Außenkontur. Gesägt wird im Uhrzeigersinn, so dass die Schräge nach unten-innen zeigt
  2. Freihan zeichnete ich etwa 1 cm für den Bodenschnitt an. Das Werkstück wird gedreht und so aufgelegt dass ein gerader Schnitt möglich ist
  3. Wenn der Boden abgetrennt ist kann der Innenschnitt gemacht werden. Dazu an beliebiger Stelle einschneiden und der Außenkontur im Abstand von etwa einem Zentimeter folgen

Der Rest geht auch recht einfach:
Wand verleimen und innen glätten. Boden anleimen und trocknen lassen. Abschließend die Außenflächen schleifen. Ich habe den Inneraum dunkel lasiert. Man kann ihn auch natur belassen oder Filz einkleben. Fertig ist die Schale. Die Maße sind ca. 30 x 15 x 9 cm.

Außenkontur schleifen
fertige Holzschale

Der Jaguarkopf wurde auf der gestern gefertigten Platte montiert und im Speisezimmer aufgehangen. Ich finde, da sieht er gleich noch besser aus:

jaguarpuzzle aufgehängt

Weiter zur Menage. Da fehlte ein Griff. Mangels Drehbank – man(n) kann nicht alles haben – musste ich improvisieren und schliff den Rundstab mit dem Bandschleife in Form:

Behelfsdrehbank

Das ging besser als gedacht. Griff montieren, alles mit Klarlack besprühen und trocknen lassen. Am Abend konnte meine Bastelei bestückt werden und kam in den Küchenschrank:

Gewürzmenage

Ich habe mich entschlossen, den Hintrgrund beim Jaguar zu ändern und diesen dann im Speisezimmer aufzuhängen. Dazu musste ich die dafür vorgesehene Wand aber vorher noch komplett weiß färbeln. Dispersionsfarbe hatte ich, allerdings keine passende Rolle. Daher radelte ich ins Bauhaus. Wenn ich schon da war konnte ein Blick in die Restekiste nicht schaden. Ich machte reichlich Beute und schaffte alles mit dem Rad irgendwie unfallfrei nach Hause.

Während die Wandfarbe trocknete baute ich vorsichtig die dünne Rückwand vom Puzzle ab. Dann sägte ich eine Multiplexplatte auf die passende Größe, fräste einen schönen Rand und schliff alles bis 240er-Körnung. Auf der Rückseite befestigte ich eine Aufhängung (aus einem Stück starker Schnur, zwei Holzschrauben und zwei Beilagscheiben). Nach dem Entstauben wurde die Vorderseite zweimalig schwarz lasiert und kann über Nacht trocknen:

lasierte grundplatte

Später begann ich ein neues Kleinprojekt. Unsere Gewürzmenage war nach vielen Jahren kaputt gegangen. Da ich mich so daran gewöhnt habe baue ich eine hölzerene Kopie. Heute wurde die Vorlage gezeichnet und danach die ersten Teile gesägt. Wird alles mit der Deku gemahct.

Den sturmfreien Sonntag nützte ich dazu um die viuelen Leisten in den Rahmen zu leimen. Eine heikle Arbeit, die ich aber irgendwie doch geschafft habe. Jede Leiste wurde zusätzlich mit der Nagelpistole fixiert.

Jetzt ist die Platte soweit eigentlich fertig:

fertig verleimt

Morgen noch etwas schleifen und dann die Rampamuffen einpassen. Zum Schluss alles einölen und dann ist es geschafft und kann als Projekt ins Netz.

Heute war ein verspätetes Geburtsagsessen angesetzt. Da gab es viel vorzubereiten und zu tun, so dass nur wenig Zeit für die Werkstatt blieb.

Aber ich schafte es zumindet die vielen Leisten für den Tisch zu lasieren. Zum Trocknen bekam jede eine Stecknadel eingestochen und wurde auf einen gespannten Draht gehängt. Da können die Sprießeln bis morgen trocknen:

Sprießeln beim Trocknen