Juli 2014

den ganzen tag über hatte ich zeit. diese nützte ich in erster linie, um mein neuestes projekt fertig zu stellen.
einige arm- und halsteile sägte ich komplett neu und in etwas anderer form. dann wurden diese zusammengeleimt und am torso befestigt. es folgte noch eine weile schleiferei, dann war sie fertig, meine „woman in wood”:

vorderansicht
hinteransicht

weiß jetzt noch nicht ob ich sie noch färbeln oder wachsen werde. fürs erste steht sie einmal als deko im wohnzimmer. der haushaltsvorstand ist von meinem werk auch ganz begeistert und fand auch gleich einen platz dafür – was will man mehr?
abends habe ich mich noch abgemüht meine woman in wood als projekt einzustellen. keine leichte aufgabe, die ich aber irgendwie doch noch geschafft habe.

auf der terrasse richtete ich mir einen schleifplatz ein. da habe ich am vormittag eine stunde lang am torso gearbeitet. jedes teil wurde an den flächen und kanten fein geschliffen, entstaubt, auf die rundstäbe gefädelt und verleimt. schicht für schicht wurde so die skulptur aufgebaut:

die skulptur wächst

zu mittag legte ich eine mehrstündige pause ein. danach noch etwa eine halbe stunde schleifen bis die ersten großen tropfen fielen. bis dahin hatte ich das geschafft:

die skulptur wächst

ich räumte alles in die werkstatt. kaum hatte ich die terrasse vom schleifstaub befreit knallte schon wieder die sonne vom hiommel. da wir aber aufs lichterfest gehen wollten wurde es sowieso zeit für heute schluss zu machen.

großkampftag in der werkstatt.
ich sägte alle teile für meinen neues projekt, einen weiblichen torso. nebenbei hörte ich mir hörbücher an. mittendrin kamen lena-marie und gerlinde rein. daraus resultierte eine kurze pause. wir spazierten zum bauhaus um rundstäbe zu besorgen.

nach dem kurzen ausflug sägte ich weiter und fädelte die teile auf die rundstäbe:

baufortschritt

ebene für ebene wurden die teile gesägt, gebohrt und gestapelt. das ergebnis kann sich durchaus schon sehen lassen:

torso

aber es steht mir noch eine menge an schleifarbeiten bevor. die verschiebe ich aber auf einen der nächsten tage. für heute hatte ich genug gearbeitet, mein rücken sendete eindeutige signale.

haben für lena-marie ein fahrrad geschenkt bekommen. im großen und ganzen gut in scvhuss, aber es bedurfte trotzdem einiger arbeiten. so mussten die bremsen eingestellt werden, die reifen repariert und aufgepumpt, handgriffe justiert, licht montiert, die schaltung eingestellt und die kette geschmiert werden. alles arbeiten, bei denen ein montageständer sehr hilfreich sein kann.

da ich einen solchen nicht (mehr) habe, musste ich mir anders helfen. schnell hatte ich eine geeignete lösung für mein problem gefunden. zwei große korpuszwingen klemmte ich an die terrassenmauer. zwei brettchen und eine kleine klemmen halten das vorderrad in position:

improvisierter montageständer

so ließ es sich sehr gut und rückenschonend arbeiten und schon bald war das rad fahrfertig. lena-marie hat es auch gleich ordentlich getestet.

nachdem ich den großteil des tages bei einem dreh für cop stories war fand ich am abend noch etwas zeit um zu basteln.

die nötigen vorlagen (sind über 40 teile) hatte ich schon ausgedruckt. ein altes brett in der passenden dicke – ein überrest des gasthof mayer, war schnell gefunden. daraus wollte ich ein paar teile zur probe sägen und diese zusammenbauen um zu sehen, ob auch alles wie geplant funktioniert. das brett wurde erst einmal geschliffen:

probebrett

die ersten teile waren schnell gesägt, gebohrt und zusammengesteckt. passte alles und man kann das endergebnis schon erkennen – wenn man weiß was es werden soll:

probeteile passen

das heißt dann also, dass ich mich demnächst mit sperrholzplatten an die umsetzung des projektes machen kann.

nach zwei tagen pause (an einem davon habe ich kostenlos bei einem filmprojekt der akademie mitgespielt – der nachwuchs gehört unterstützt) zeitig in die werkstatt. ich hatte einiges vor, denn der aufsteller musste heute fertig werden.

im kopf hatte ich mir schon alle weiteren schritte zurechtgelegt. nun galt es, diese der reihe nach abzuarbeiten. die arbeit schritt zügig voran. wie ich die ausklappbare stütze machen sollte wusste ich erst in dem moment als es soweit war. lederstreifen aus gerlinds ausgemusterten stiefeln und eine zurechtgesägte holzleiste übernahmen diese aufgabe. kurz nach mittag war ich fürs erste fertig. fehlte nur noch das schild, aber dazu musste mir gerlinde erst den laserausdruck bringen.

nachdem gerlinde den ausdruck gebracht hatte fertigte ich das schild und befestigte es auf der platte. somit war das geschenk fertig, noch ehe die kinder zum essen kamen. hier eine detailansicht mit dem ersten schild:

erstentwurf

wie sich später hertausstellte war die schrift auf dme schild doch nicht die richtige. ich sollte da was umformulieren. das erledigte ich dann am abend. mangels eines laserdruckers musste ich mir anders behelfen, ist aber doch recht gut gelungen. das originallogo hat seitlich die schriftzeichen für „taekwondo”. finde ich persönlich nicht wirklich passend, daher habe ich diese weggelassen. es wurde aber der wunsch geäußert, diese zeichen auch zu mahcen. also malte ich sie nachräglich mit acrylfarbe auf. mir gefällt es nicht, aber so entspricht es dem original-logo. damit war der aufsteller dann endgültig geschafft:

fertiger aufsteller

details zum bau findest du hier. leider hat bosch die 1-2-do-seite „modernisiert”, will heißen, im moment funktioniert da nicht viel und das einstellen von projekten ist sehr mühsam und zeitaufwändig. hoffe, das ändert sich bald.

meine tochter braucht ein geschenk für ihren sabomnim (= großmeister). klar, dass es nicht irgendwas gekauftes sein sollte, sondern schon etwas besonderes. vorgestellt hat sie sich das logo seiner schule „irgendwie groß und zum aufstellen”. klingt erst einmal kompliziert.

ich versprach mal zu sehen ob und wie das machbar ist. schon die erste schwierigkeit: das logo gibt es nur als kleines bildchen. super, das hieß, ran an den computer und logo zeichnen. ich druckte es in der größe von etwa 40×40 cm aus und klebte es zur fertigen vorlage zusammen:

vorlage

während ich die esten teile auf der dekupiersäge aussägte kam mich lena-marie besuchen. sie schnappte sich etwas werkzeug und ein paar reste aus der tonne und wir bastelten nebeneinander vor uns hin:

lena-marie beim werkeln

als ich schluss machen musste (unter anderem waren bestellte platten abzuholen) hatte ich die beiden figuren ausgesägt und die konturen gezeichnet. das war eine mühsame arbeit, die viel zeit brauchte (auf der harten oberfläche ließen sich die konturen auch mit blaupapier nicht durchpausen, so dass ich sie freihand nachzeichnen musste):

vorlage

für heute war es dann auch genug. ich holte die platten, räumte die werkstatt etwas um um platz zu schaffen (einiges wurde dabei auch entsorgt) und das war’s.

endlich wieder etwas zeit zum basteln. habe den typischen geruch meines bastelkammerls schon vermisst.

ich sägte die vorder- und rückseite für meine „griechische” vase. das laminat ist dazu sehr gut geeignet – es lässt sich leicht sägen und die kanten werden wunderbar glatt. eine zwangspause, der leim musste trocknen:

teile verleimen

diese pause nützte ich aus um schnell eine kirschroulade zu backen. das kann ich mittlerweile schon ganz gut und nach einer dreiviertel stunde war sie fertig:

kirschroulade

im laufe des nachmittages wurde meine selbst entworfene „vase im griechischen stil” dann endgültig fertig, kontur schleifen, kanten runden und zum schluss eine schicht eigenbauwachs auf die seitenflächen und das wachs polieren:

wachsen

fertig war meine eigenkreation. ich finde, mit dem steinlaminat sieht sie echt gut aus:

griechische vase

da ich noch einige dieser laminatteile habe überlege ich mir, für welche projekte ich dieses noch einsetzen kann. ich bin mir sicher, da wird mir noch was schönes dazu einfallen.

die holzvase von vor drei tagen hat mich inspiriert mal eine komplett eigene version einer solchen vase zu machen. nachdem ich in meinem holzfundus laminatreste mit einer steinimitierenden oberfläche gefunden habe war mir schnell klar, wie die neue vase werden soll: griechisch!

eine passende vorlage war mit corel draw schnell gemacht. den vasenkörper sägte ich aus einer alten und schon krummen bohle:

ausgangsmaterial

diese wurde zugesägt, gehobelt und geschliffen, ehe ich daraus den mittelteil sägte. großteils machte ich das mit der bandsäge, die feinheiten mit der deku. aufgrund des harten holzes keine einfache arbeit, aber nach einer ganzen weile konzentrierten werkelns hatte ich es für heute geschafft:

vasenkörper

mehr ging sich heute aus zeitgründen nicht aus – und auch in den kommenden tagen gibt es vieles andere zu tun, so dass sich der staub in der wrrkstatt wohl in ruhe legen kann.

die einkaufsrunde heute erledigten wir mit dem fahrrad. dabei entdeckte ich in einem ramschgeschäft einen „handyliegestuhl”. der brachte mich gleich auf eine idee und ich machte schnell ein foto…

ideenlieferant

… und zeichnete auf einem zettel meine vorstellung des stuhles:

mein plan

kaum wieder daheim gleich an den computer um meine idee in eine brauchbare vorlage umzusetzen. ausdrucken und ab in die werkstatt. da baute ich in kurzer zeit meine eigene version des handyhalters:

die seitenteile (armlehnen und beine) sägte ich im doppelpack aus sperrholz. die schlitze für die liegefläche machte och mit einer feinsäge. am schwierigsten war es, das verleimte furnier in die richtige form zu bringen. dabei half mir ein ausgemusterter teil eines nussknackerprototypen:

liegefläche formen

der zusammenbau war denkbar einfach und schon bald war mein smartphone-halter einsatzbereit:

handyliegestuhl

auch diess werk wurde natürlich als projekt veröffentlicht, vielleicht will es jemand nachbauen – ist ja schnell mal gemacht.